Betreutes Wohnen

„Im Jahr 2020 werden über zwanzig Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein.“

Publikation von RNIB Research, 2007

 

„Die meisten Menschen würden viel lieber im eigenen Zuhause bleiben, als in eine Einrichtung zu gehen.“

 

„Menschen befähigen“

 

„sicherere Umgebung“

 

„Digital Home Technology bietet beeinträchtigten oder kranken Menschen echte und entscheidende Vorteile.“

Edge and Groves, 2000.
 

Durch den demografischen Wandel in den Industrieländern werden immer mehr Menschen immer älter und Krankheiten und Verletzungen stellen oft kein Risiko für das Leben mehr da.

Durch den demografischen Wandel in den Industrieländern werden immer mehr Menschen immer älter und Krankheiten und Verletzungen stellen oft kein Risiko für das Leben mehr da.

In den nächsten Jahren wird der Anteil der über 65-Jährigen in der europäischen Bevölkerung weiter ansteigen und im Jahr 2020 rund 20 Prozent betragen. Diese Tatsache, zusammen mit der wachsenden Zahl derer, die Unfälle mit Behinderungsfolge oder Krankheiten überleben, führt dazu, dass es mehr Menschen mit Beeinträchtigungen oder chronischen Krankheiten geben wird [1].

Durch diese Änderungen in der Bevölkerungszusammensetzung werden viele Wohnungen den Anforderungen der Menschen nicht mehr genügen. Die Menschen können sich in der Wohnung nicht mehr so gut bewegen oder die Wohnung ist nicht mehr so bequem wie sie vorher einmal war. Trotzdem bleibt das Leben ohne Hilfe im eigenen Zuhause für viele entscheidend für das Wohlbefinden und die eigene Selbstständigkeit. Die moderne Digital Home Technology unterstützt diese Eigenständigkeit mit einem praktischen System: Verschiedene System im Haus können über eine einzige Schnittstelle gesteuert werden, die speziell auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet ist.

Das Zuhause für ältere oder behinderte Menschen anpassen

Da immer mehr Menschen im Alter mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen leben, finden es immer mehr zunehmend schwierig, die verschiedenen Anlagen oder Haushaltsgeräte in ihrem Zuhause zu bedienen, und einige sind dazu auch auf eine Haushaltshilfe angewiesen. Die meisten Menschen würden trotzdem viel lieber im eigenen Zuhause bleiben, als in eine Einrichtung zu gehen [2]. In einigen Fällen, zum Beispiel bei Demenz, kann es für eine Person hilfreich sein, so lange wie möglich im familiären Umfeld zu wohnen [3].

Es gibt viele Geräte, die den Menschen ihren Alltag erleichtern, angefangen von einfachen Haltegriffen im Bad bis hin zu hoch entwickelten elektronischen Geräten, welche die Heizung oder Beleuchtung im Haus steuern können. Wenn jedoch diese Geräte alle separat eingebaut werden, muss der Nutzer auf mehrere verschiedene Fernbedienungen zurückgreifen [4]. Die Möglichkeit, verschiedene Aspekte des Heims von einer Bedieneinheit aus zu steuern, sorgt dafür, dass der Nutzer nur mit einer Schnittstelle vertraut sein muss und die Informationen darüber, was im gesamten Haus passiert, von einem Standort aus abrufen kann. Das ist besonders für Menschen ideal, die im Umgang mit neuen Technologien eher vorsichtig sind [5].

Vorteile für ältere oder behinderte Nutzer

Die Digital Home Technology bietet beeinträchtigten oder kranken Menschen echte und entscheidende Vorteile. Sie passt das Zuhause besser an die Bedürfnisse an und gibt den Menschen damit vor allem mehr Handlungs- und Bewegungsfreiheit, was sie dadurch weniger abhängig von fremder Hilfe macht [6]. Dies kann für die Erhaltung der eigenen Selbstständigkeit und des persönlichen Wohlbefindens entscheidend sein.

Sie informiert die Menschen darüber, was in ihrem Zuhause passiert. Dadurch können sie Lampen oder Haushaltsgeräte in Räumen ausschalten, die sie nicht nutzen, ohne dass dafür Treppen auf- und abgestiegen oder unnötige Wege zur Kontrolle zurückgelegt werden müssen, was besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sehr anstrengend sein kann. Digital Home kann über verschiedene Steuerungsmechanismen verfügen, wie zum Beispiel Touchscreen-Oberflächen, Mobiltelefone, das Internet oder eine Spracherkennung. Dadurch kann das in einem Haus installierte System an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden, was besonders für Menschen mit Sehproblemen oder Einschränkungen in der Beweglichkeit wichtig ist, die herkömmliche Bedieneinheiten nicht benutzen können.

Digital Home kann Personen bei potenziell gefährlichen Situationen, wie zum Beispiel einem eingeschalteten Herd, alarmieren und schafft so eine sicherere Umgebung. Diese Funktion kann auch genutzt werden, um Pflegepersonal oder Familienmitglieder zu alarmieren, falls eine Person in Schwierigkeiten ist. Die im Haus lebende Person könnte das System so programmieren, dass die Angehörigen informiert werden, wenn Haushaltsgeräte oder Beleuchtung eine bestimmte Zeit lang nicht angeschaltet werden, was darauf hindeuten kann, dass mit der Person etwas nicht in Ordnung ist. So könnten Benutzer und deren Angehörige beruhigt leben, ohne sich in das tägliche Leben der betreffenden Person einzumischen.